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	<description>Von Kunden und Verkäufern</description>
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		<title>Deshalb hat Ryanair mich als Kunden verloren</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 10:44:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfreynick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Natürlich, man darf sich ja eigentlich über nichts beschweren, wenn man auf den Discounter unter den Discount-Airlines setzt. Ich habe vor einiger Zeit einen Flug mit dem irischen Billigflieger Ryanair gebucht &#8211; und obwohl meine Erwartungen sich schon quasi am Gefrierpunkt befunden haben, wurden diese trotzdem noch unterboten. Gut, ich kann damit leben, dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_83" class="wp-caption alignleft" style="width: 215px"><a href="http://freynick.com/wp-content/uploads/2012/05/ryanair.jpg"><img class="size-full wp-image-83" title="Ryanair Sitzreihen" src="http://freynick.com/wp-content/uploads/2012/05/ryanair.jpg" alt="Innenraum Flugzeug von Ryanair" width="205" height="193" /></a><p class="wp-caption-text">Eng ist es beim Airline-Discounter Ryanair</p></div>
<p>Natürlich, man darf sich ja eigentlich über nichts beschweren, wenn man auf den <strong>Discounter unter den Discount-Airlines</strong> setzt. Ich habe vor einiger Zeit einen Flug mit dem irischen Billigflieger <strong>Ryanair</strong> gebucht &#8211; und obwohl meine <strong>Erwartungen</strong> sich schon quasi <strong>am Gefrierpunkt</strong> befunden haben, wurden diese trotzdem noch unterboten. Gut, ich kann damit leben, dass es keine festen Sitzplätze gibt oder dass der Abstand zur vorderen Sitzreihe so eng ist, dass nur <strong>chinesische Schlangenmenschen</strong> die Notposition mit Kopf auf die Knie legen im Falle eines Falles einnehmen könnte. Ich verstehe, dass jedes extra an <strong>Service</strong> Geld kostet und nicht einkalkuliert wurde. Alles kein Thema.</p>
<p><span id="more-80"></span>Nach dem Start unseres <strong>Direktfluges nach Barcelona</strong> jedenfalls bemerke ich, dass die Sitzreihe hinter mir unbesetzt ist. Da sich diese <strong>Reihe direkt am Notausgang</strong> befindet, zieht die große Beinfreiheit meine Blicke magisch an und ich entschliesse mich, den hart ergatterten Sitzplatz zu wechseln (Man erinnere sich: Freie Sitzplatzwahl!). Dass die Reihe mit Beinfreiheit unbesetzt geblieben ist, liegt an den <strong>&#8220;<em>Reserviert</em>&#8220;-Zetteln</strong>, die auf den Sitzen ausgelegt worden sind. Da bei einem Direkt-Flug in der Luft nicht damit zu rechnen ist, dass noch Passagiere überraschend zusteigen, entscheide ich, die Zettel zu ignorieren und nehme Platz. Mein Knie jubiliert und ich verspüre eine<strong> tiefe Entspannung</strong>.</p>
<p>Wenige Augenblicke später spricht mich ein <strong>Steward</strong> in mir schlecht verständlichem Englisch an. Den darauffolgenden Dialog habe ich so in Erinnerung:</p>
<p>Steward: &#8220;<em>Entschuldigung, Sie können da nicht sitzen.</em>&#8221;</p>
<p>Ich: &#8220;<em>Aha&#8230;und weshalb nicht?</em>&#8221;</p>
<p>Steward: &#8220;<em>Der Platz ist reserviert!</em>&#8221;</p>
<p>Ich: &#8220;<em>Aha, reserviert&#8230;aber derjenige ist ja offenbar nicht erschienen?!</em>&#8221;</p>
<p>Steward: &#8220;<em>Das weiß ich nicht. Der Platz ist jedenfalls reserviert.</em>&#8221;</p>
<p>Ich : &#8220;<em>Ok, verstehen Sie mich bitte nicht falsch, allerdings sind wir auf einem Direktflug, wir sind in der Luft, hier sitzt keiner &#8230; Wissen Sie was, wenn noch jemand kommt, dann mache ich den Platz einfach frei!</em>&#8221;</p>
<p>Steward: &#8220;<em>Woher sollte denn jetzt noch jemand kommen? Wir sind auf einem Direktflug!</em>&#8221;</p>
<p>Ich: &#8220;<em>Sehen Sie, und genau deswegen bleibe ich hier sitzen.</em>&#8221;</p>
<p>Steward: &#8220;<em>Ich darf Sie hier nicht sitzen lassen. Sie müssen zurück auf Ihren Platz!</em>&#8221;</p>
<p>Ich: &#8220;<em>Welchen Unterschied macht es denn für Sie ob dieser, oder der Platz in der Reihe davor frei bleibt?</em>&#8221;</p>
<p>Steward: &#8220;<em>Hören Sie, ich kann es Ihnen auch nicht erklären, aber wir haben unsere Anweisungen. Das hängt damit zusammen, dass diese Plätze 10 € Zusatzgebühr kosten.</em>&#8221;</p>
<p>Ich: &#8220;<em>Verstehe. Allerdings, wenn ich mich wieder darüber setze, bekämen Sie auch keine 10 €. Aber, wissen Sie was, ich gebe Ihnen einfach jetzt 10 € in bar und bleibe hier sitzen!</em>&#8221;</p>
<p>Steward: &#8220;<em>Das geht nicht, das muss man <strong>vorher</strong> reservieren.</em>&#8221;</p>
<p>Ich: &#8220;<em>Da komm ich jetzt nicht mehr ganz mit. Sie bieten einen Service an, der 10 € kostet, den aber keiner genutzt hat und für den ich jetzt bezahlen würde &#8211; und Sie das ablehnen? Das erscheint mir unlogisch.</em>&#8221;</p>
<p>Steward: &#8220;<em>Mein Kassensystem kann das nicht verbuchen. Deswegen gibt es keine Möglichkeit.</em>&#8221;</p>
<p>An dieser Stelle hatte ich das Gefühl, dass wir <strong>nicht mehr weiterkommen</strong> und habe mich geschlagen gegeben. Ich kann natürlich den Gedanken verstehen, dass Ryanair Angst hat, dass zukünftig <strong>keiner die Zusatzkosten für Notausgangssitze mehr bezahlt</strong>, sondern vielmehr hofft, dass die Sitze frei bleiben und so ohne Gebühr genutzt werden können. Andererseits hat auch so keiner dieses Angebot wahrgenommen &#8211; der einzige, der bereit war dafür zu zahlen, war ich! Und hätte ich dort sitzen bleiben dürfen, hätte ich vielleicht zukünftig nur noch mit 10-€-Aufschlag gebucht, weil ich meinen Knien auf keinen Fall mehr die engen Sitzreihen antun möchte.</p>
<p>Gewünscht hätte ich mir also, dass der Steward sagt: &#8220;<em>Alles klar, für dieses Mal ist das in Ordnung, bitte beachten Sie nur, dass die Plätze sonst 10 € extra kosten. Das können Sie beim nächsten Flug gleich online mitbuchen, damit die Plätze dann für Sie reserviert sind!</em>&#8221; So habe ich aber auf Ryanair keine Lust mehr und zahle meine 10 € Aufpreis lieber woanders.</p>
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		<title>Kunden, direkt der Hölle entstiegen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 09:39:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfreynick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade im Dienstleistungsbereich könnte das Leben so schön sein, wenn es nicht immer wieder diese Horrorkunden gäbe. Dazu habe ich via W&#38;V den Blog &#8220;clients from hell&#8221; gefunden. Eigentlich als digitaler Kummerkasten für leidgeplagte Web-Designer, Grafiker und andere Kreative gedacht, ist der Blog inzwischen ein wunderbares Sammelsurium an Kunden-Kuriositäten. Vom Kunden, der Käse anstatt Mozzarella [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://clientsfromhell.net/"><img class="aligncenter" title="Stressball für gestresste Verkäufer" src="http://cdn.shopify.com/s/files/1/0053/2992/products/stresssqueeze.gif?100031" alt="Stressball von clients from hell" width="333" height="333" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Gerade im Dienstleistungsbereich könnte das Leben so schön sein, wenn es nicht immer wieder diese <strong>Horrorkunden</strong> gäbe. Dazu habe ich via <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/agenturen/kunden_direkt_der_hoelle_entstiegen" target="_blank">W&amp;V</a> den Blog &#8220;<a href="http://clientsfromhell.net/" target="_blank">clients from hell</a>&#8221; gefunden. Eigentlich als digitaler Kummerkasten für leidgeplagte Web-Designer, Grafiker und andere Kreative gedacht, ist der Blog inzwischen ein wunderbares <strong>Sammelsurium </strong>an<strong> Kunden-Kuriositäten</strong>. Vom Kunden, der Käse anstatt Mozzarella im Sandwich haben möchte bis hin zum Anwender, der nach einer halbstündigen,telefonischen Skype-Einführung fragt, ob er das Programm jetzt downloaden soll.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">via <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/agenturen/kunden_direkt_der_hoelle_entstiegen" target="_blank">W&amp;V</a></p>
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		<title>Im Restaurant: Nicht verstehen heißt nicht bestellen</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 20:42:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Manchmal verstehe ich Menschen nicht, die glauben, nur weil etwas besonders toll klingt, ließe es sich auch besonders toll verkaufen. Heute hatte ich wieder so ein besonderes Erlebnis im Restaurant gleich bei uns um die Ecke. Und wenn ich sage &#8220;Restaurant&#8220;, dann reden wir hier nicht von 5-Sterne-Küche, sondern von gut bürgerlich, vielleicht fast schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://freynick.com/wp-content/uploads/2011/09/Foto.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-54" title="Foto" src="http://freynick.com/wp-content/uploads/2011/09/Foto-228x300.jpg" alt="" width="228" height="300" /></a>Manchmal verstehe ich Menschen nicht</strong>, die glauben, nur weil etwas besonders toll klingt, ließe es sich auch besonders toll verkaufen. Heute hatte ich wieder so ein besonderes <strong>Erlebnis im Restaurant</strong> gleich bei uns um die Ecke. Und wenn ich sage &#8220;<em>Restaurant</em>&#8220;, dann reden wir hier <strong>nicht von 5-Sterne-Küche</strong>, sondern von gut bürgerlich, vielleicht fast schon rustikal. Üblicherweise bestellt man hier <strong>Salat mit Putenbrust, Burger mit Kartoffelecken</strong> oder ähnliches. Ich gehe gerne dort hin, weil es preiswert, lecker und irgendwie persönlich ist. Außerdem gibt es eine täglich wechselnde Tageskarte. Heute gab es dort ein &#8220;<strong><em>Tomatensugo</em></strong>&#8221; &#8211; und vielleicht oute ich mich als <strong>kulinarischer Bauerntölpel</strong>, aber von einem &#8220;<em>Sugo</em>&#8221; habe ich noch nie etwas gehört.<span id="more-49"></span></p>
<p>Klar, wenn ich im<strong> &#8220;<em>El Bulli</em>&#8221; ein Gericht bei Ferran Adrià</strong> bestelle, dann will ich ja gerade<strong> nicht wissen</strong>, was ich bestelle und mich auf ein Feuerwerk meiner Geschmacksknospen freuen. Dann bestelle ich das Gericht mit dem <strong>verwegensten Namen</strong> und hoffe insgeheim, dass es sich bitte nicht um <strong>Känguru -Hoden</strong> handelt. Aber mittags zwischen 13 &#8211; und 14 Uhr, an einem wunderschönen September-Tag in unserem Provinz-Nest, da mach ich lieber <strong>keine Experimente</strong>. Ich hab dann lieber <strong>Schnitzel</strong> bestellt, wie übrigens nicht nur mein Tischnachbar, sondern gleich der ganze Nachbartisch auch&#8230;.&#8221;Tomatensugo&#8221; &#8211; so weit kommt es noch.</p>
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		<title>Auto-Kauf: Entschuldigen Sie bitte die Störung &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 16:19:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jfreynick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich gestehe, ich bin der Sportwagen-Typ. Ich mag schnelle, flache, tiefe, unvernünftige Autos mit sattem Sound und harten Sitzen. Aus diesem Grund ist ein Kombi für mich quasi ein Anti-Auto &#8211; langweilig, spießig und durch und durch rational. Trotzdem entwickelt man sich weiter &#8211; und als meine Frau mir eröffnete, dass wir bald mindestens zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_31" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="http://freynick.com/wp-content/uploads/2011/09/PopUp595_421S6110032_small.jpg"><img class="size-medium wp-image-31" title="Audi_S6_Innenraum" src="http://freynick.com/wp-content/uploads/2011/09/PopUp595_421S6110032_small-300x212.jpg" alt="Audi S6 Innenraum" width="210" height="148" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Audi AG</p></div>
<p>Ich gestehe, ich bin der<strong> Sportwagen-Typ</strong>. Ich mag schnelle, flache, tiefe, unvernünftige Autos mit sattem Sound und harten Sitzen. Aus diesem Grund ist ein Kombi für mich quasi ein <strong>Anti-Auto</strong> &#8211; langweilig, spießig und durch und durch rational. Trotzdem entwickelt man sich weiter &#8211; und als meine Frau mir eröffnete, dass wir bald mindestens zu dritt sein werden, war klar, dass <strong>Baby, Frau, Hund, Kinderwagen und ich </strong>nicht gleichzeitig Platz in einem Zweisitzer finden würden.<span id="more-28"></span></p>
<p>Also hatte ich die Wahl zwischen<strong> Kombi und Minivan</strong>, aber wenn Sie auch aus der Sportwagen-Ecke kommen, dann wissen Sie, dass ein Mini-Van im Grunde gar nicht zur Species &#8220;<em>Auto</em>&#8221; gehören kann. Also entschieden wir uns für einen Kombi. Anforderung: Er sollte <strong>genug Platz</strong> bieten, einigermaßen <strong>komfortabel</strong> zu fahren (Ich fahre ca. 70.000 km/Jahr) und natürlich <strong>nicht zu teuer</strong> sein. Wichtig erschien mir außerdem, dass eine <strong>Werkstatt/Service-Station in der Nähe</strong> unseres Wohnortes sein sollte. Nichts ist nerviger, als verloren in einem herzlosen Gewerbegebiet zu stehen, weil man seinen Wagen zur Inspektion gebracht hat. Dementsprechend kamen etwas mehr als <strong>eine Hand voll Anbieter</strong> in Betracht. Und rein optisch stach für mich von Anfang an der<strong> Audi A6</strong> heraus. Ein Kombi mit einem <strong>Hauch von Sportwagen</strong>, damit hätte ich wohl noch ganz gut leben können. Also fuhren meine Frau und ich zu einem der <strong>nahegelegenen Audi-Partner</strong>, um uns das gute Stück <strong>anzusehen</strong>, meine Frau davon<strong> zu begeistern</strong> und ein <strong>attraktives Angebot</strong> abzugreifen.</p>
<h3>Im Autohaus</h3>
<p>Schon beim betreten herrscht eine <strong>gespenstige Leere</strong> in den großen Verkaufsräumen. Natürlich ist alles sehr aufgeräumt und sauber, die Autos strahlen einen von allen Seiten an. Nach kurzem umschauen erblicke ich dann einen <strong>niegelnagelneuen Audi A6</strong>. In dunklem Metallic-Lack und mit diesem riesigen Kühler, der mir <strong>Kraft, Geschwindigkeit und Eleganz</strong> signalisiert. Ein kurzer <strong>Such-Blick</strong> zeigt mir drei Kollegen aus der <strong>Verkäufer-Fraktion</strong>, die pläuschchenhaltend Kaffee trinken und offenbar den Feierabend herbeisehnen. &#8220;<em>Naja</em>&#8220;, dachte ich &#8220;<em>war ja vielleicht ein langer Tag.</em>&#8221; Also versuchte ich, ganz <strong>mündiger Kunde</strong>, mir und meiner Frau das Auto selber zu erschliessen.</p>
<p>Tür auf, Tür zu &#8211; <strong>Ahhh, was für ein Sound</strong>. Das ganze fünf mal: Fahrertür, Beifahrertür, Kofferraum usw. Vielleicht mal reinsetzen? Ja, klar! <strong>Was für ein Sitz!</strong> Sportlich hart, aber bequem. Übrigens: <strong>Jetzt könnte ja mal jemand kommen</strong>!</p>
<p>Meine Frau bewundert das Interieur (Handschuhfach: Abgeschlossen), wir setzen uns mal hinten rein. <strong>Jetzt hätten wir schon irgendwie ein paar Fragen</strong>&#8230;Also, wieder aussteigen und die Tür etwas lauter ins Schloss fallen lassen &#8211; vielleicht haben uns die Kaffeetrinker ja einfach im Eifer des Gespräches <strong>übersehen</strong>?  Das Türschloss schnappt quer durch das Autohaus hörbar zu, aber <strong>wir bleiben alleine</strong>.</p>
<p>&#8220;<em>Vielleicht gibt es ja irgendwo einen Prospekt</em>?&#8221; fragt meine Frau <strong>leicht verzweifelt</strong> und steuert direkt einen entsprechenden Halter an. Wenig später studieren wir <strong>auf der Motorhaube mögliche Extras</strong> und kalkulieren schon mal, was uns denn die Sonderausstattung wohl kosten mag. <strong>Aber wir bleiben allein</strong> &#8211; gefühlt müsste eigentlich schon locker eine Stunde rum sein.</p>
<p>Während wir darüber diskutieren, ob wir eine <strong>Isofix-Halterung</strong> benötigen, sehe ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung. Oh mein Gott, <strong>wir werden beobachtet</strong>, denke ich und drehe mich ruckartig um. Ich habe mich nicht getäuscht, aus der Ferne sehe ich einen <strong>Verkäufer direkt auf uns</strong> zu marschieren. Im Kopf gehe ich meine Fragen durch und versuche sie zu strukturieren, zähle für mich noch mal auf, welche Sonderausstattung uns wichtig ist, um nu ja <strong>nichts zu vergessen</strong>. Leichte Aufregung macht sich bei uns breit, meine Frau fasst meine Hand, in der Gewissheit:  &#8221;<em>Jetzt geht es endlich los!</em>&#8221;</p>
<p>Etwas <strong>irritiert</strong>, ob unserer vorfreudesignalisierenden Körperhaltung, schaut uns der Verkäufer an. Sein rechter Zeigefinger wandert, während er versucht sein<strong> höflichsten Lächeln</strong> auszugraben, zur teueren Armbanduhr an seinem linken Arm. Deutlich darauf tippend begrüßt er uns mit den Worten: &#8220;<strong><em>Entschuldigung, wir schließen gleich!</em></strong>&#8221; Seinen Worten versucht er mit <strong>bestätigendem Kopfnicken</strong> zusätzliches Gewicht zu verleihen, um sich <strong>anschließend umzudrehen</strong> und uns unserem Schicksal zu überlassen. Schade, denke ich noch, während <strong>wir enttäuscht</strong> das Autohaus verlassen, das Auto war ja ganz nett.</p>
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